Bildung an der Schnittstelle von analog und digital

Rückblick und Auswertungen zum Barcamp des AdZ #adz11

Der Begriff Reformpädagogik muss ersetzt werden, nicht nur weil die Missbrauchsfälle unweigerlich mit dem Begriff verbunden bleiben werden, sondern auch, weil er nicht mehr zeitgemäß ist. In der Wikipedia ist zu lesen: “Dem Begriff Reformpädagogik werden verschiedene Ansätze zur Reform von SchuleUnterricht und allgemeiner Erziehung zugerechnet, die – oft zurückgehend auf ComeniusRousseau und Pestalozzi – eine Pädagogik vom Kinde her vertreten.” Alle dort genannten Vordenker kannten die heutige Gesellschaft nicht. Sie wußten noch nicht einmal, was Fernsehn ist, geschweige denn Internet. Eine Pädagogik, die sich so nennt, ist heute nicht mehr zeitgemäß, auch wenn sie als Konstante “vom Kinde her” arbeitet. Selbst wenn man nicht die Vordenker zu Grunde legt, sondern den Begriff selber sind die Brüche im System zu immens, um dem mit Reformen beizukommen. Mein Vorschlag: Revolutionspädagogik. Lisarosas VorschlägeNextpedagogy oder Pädagogik des 21sten

Der Kongress der Reformpädagogen ist zu Ende. Alle Teilnehmende sind auf einem Weg (#metaphernbingo), alle die ich traf sind Lernende und nicht Lehrende (#metaphernbingo). Lernen scheint zu heißen, dem Vortrag zu lauschen und nach 45 Minuten Nachfragen zu stellen. Die meisten Teilnehmenden fanden das gut, sie sind ja die Lernenden und sie scheinen am besten Lernen zu können, wenn ihnen Inhalte vorgekaut werden. Der Samstag ist für den ein oder anderen sicherlich zum Bildungsmarathon geworden. Viele mit denen ich sprach erzählten, dass der Kopf jetzt so voll sei, dass das alles ersteinmal verarbeitet werden muss. Ich hoffte, dass das ein oder andere nicht im Halse stecken blieb. Weitere Volkabeln aus dem Essstörungsvokabular spare ich mir. Entkräftend sei hinzugefügt, dass es auch viele andere musikalisch, kulturelle Veranstaltungen im Programm gab, in denen die Vermittlung von Informationen nicht im Vordergrund standen.

Eine davon war das Barcamp. Wichtige und richtige Beiträge sind schon geschrieben worden. Nicht unerwähnt bleiben, sollte aber der Sessionplan von Freitag und Samstag und das Etherpad, in dem wir versucht haben teilweise die Sessions zu dokumentieren. Aber die umfassenste Dokumentation lässt sich bei Twitter finden. Mit twdocs habe ich alle Tweets zwischen dem 13.10. und dem 19.10. als csv Datei heruntergeladen. Wer damit weitere Auswertungen machen will, der kann die Datei hier herunterladen. Insgesamt wurden bis zum 19.10., 19:20 Uhr 997 Tweets mit dem Hashtag #adz11 bei Twitter geschrieben. Davon waren 556 Retweets. 655 Replys. Wenn ein Diskurs stattgefunden hat, dann über Twitter, soviel ist klar. Es wurden 159 Link gepostet.

Ich habe aber auch die Inhalte der Tweets mit many-eyes ausgewertet:

Die meisten Tweets, nämlich 226 hat @nkk_68 geschrieben, alle anderen Zahlen sind der untenstehenden Tabelle zu entnehmen:

Tweets pro Account bei adz11

CC by gibro

Die meisten Tweets wurden am Samstag geschrieben, die meisten davon kamen von Teilnehmenden des Barcamps, welch ein Wunder 😉

Tweets pro Tag bei adz11 Barcamp

CC by gibro

Nachdem ich ja gestern schon den Trailer getwittert hatte, kommt hier noch das Video zum Camp:

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  1. Das 10. EduCamp – ein BarCamp wird erwachsen on 26. Oktober 2012 at 12:14

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Worum gehts hier?

@gibro schreibt über den (bisher) schmalen Pfad an dem sich die analoge und die digitale Welt treffen. Welche Möglichkeiten sich daraus für die Bildungspraxis ergeben ist Inhalt dieses Blogs.

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