Jetzt auch noch Buzz. Wer einen Google Account hat kommt um die Aktivierung eigentlich nicht rum. Erster Reflex um sich nicht zu viel Arbeit zu machen ist die eh schon öffentlichen Tweets einzubinden. Nicht nur die, auch andere Feeds, die automatisiert in Buzz zu einem einzigen Feed verschmelzen könnten. Aber damit bläst man unter Umständen einen recht privaten Stream ins Netz ohne es zu wissen. Ich habe z.B. Buzzes zu familiären Fotos bekommen, die nach Picasa hochgeladen wurden, die man nie die Öffentlichkeit preisgeben wollte. Aber über das ungewöhnliche Privacy Verhältnis wurde und wird mehr als genug gebloggt. Was macht man also jetzt mit Buzz? Der Twittwoch hat versucht eine Antwort zu finden: Buzz ist anderes. Es ist auf keinen Fall friendfeed, auch nicht twitter. Wave schon gar nicht. Eher Frage – Antwort mit einer großen Portion local-based-service, zumindest, wenn man es vornehmlich mobil nutzt. (weiterlesen…)
Suchergebnisse Schlagwort: Twitter
26. Februar 2010
Buzz und der Google Reader
11. Januar 2010
Persönliche Tweetcloud 2009
Seid einer halben Ewigkeit bin ich auf der Suche nach einer Lösung zur Erstellung einer persönlichen Tweetcloud, die nicht zuletzt auch Auskunft über Themen und Ereignisse gibt, die mich beschäftigen und somit für andere Twitterer die Follow und Unfollow Entscheidung erleichtern könnte. Gestern Abend bin ich auf einen Tweet von @Bill_Romanos aufmerksam geworden. Mit der Twitter-Suchmaschine searchtastic kann die Twitter Datenbank viel weiter in die Vergangenheit abgesucht werden, als andere Twittersuchmaschinen. Eine Suche nach dem Twitternamen führt zu einem Ergebnis von in meinem Fall 1984 Tweets bis zum 06.05.2009. (weiterlesen…)
8. Oktober 2009
Das darfst du nicht twittern
Seid ca. 1 Jahr, sagen meine Kooperations- und Kommunikationspartner immer häufiger während eines Gespräches “Das darfst du aber nicht twittern”. Heute ist es mir schon zum 3. Mal innerhalb eines Tages passiert.
Langsam fange ich darüber nachzudenken, ob sich da gerade etwas sehr furchtbares regt, dessen Grenzen mal in die eine, mal in die andere Richtung verschoben werden. Ich nenne es mal Transparenz. In Bezug auf Informationen ist der Begriff nach wie vor positiv besetzt in Bezug auf Menschen ist er jedoch immer negativer konnotiert. Die digitalen Netze mit all ihren Versuchungen möglichst viel von uns preiszugeben helfen dabei nicht gerade zu sensibilisieren, ganz im Gegenteil. (weiterlesen…)
14. Juli 2009
G1 Apps (1) – Twitterclients

Android
Auf dem letzten Twitterfestival hatte ich mich mit SimSullen unterhalten, wir haben beide ein G1. Eigentlich ging es weniger um das G1, als vielmehr um die zur Verfügung stehenden Apps (Programme). Meine Recherchen zu G1 Blogs haben mich zum G1-Blog, Google Handy Blog und dem Blog Android geführt. Über die Apps erfährt man aber recht wenig. Es gibt einige Blogartikel, sich sich punktuell damit beschäftigen:
In einer kleinen Reihe möchte ich hier die von mir favorisierten G1 Apps vorstellen und auf ihre Nützlichkeit abklopfen. (weiterlesen…)
30. Juni 2009
22. Juni 2009
RSS-Wall statt Twitterwall
Ich habe mich für ein Seminar mit den Möglichkeiten der Aggregation von Tweets, und Anderem in eine Timeline beschäftigt. Ich bin kein Programmierer und konnte nicht einfach etwas vollkommen neues entstehen lassen.
Problemstellung:
Auf der Basis meiner Laconica (Microblogging im Seminareinsatz) Installation mußten die Beiträge noch auf einer per Beamer projezierten Leinwand grafisch aufbereitet werden. (weiterlesen…)
2. Juni 2009
Twitter ist ein Zwitter (aus Informations- und Kommunikationsmedium)
Früher war alles besser, da waren Medien noch einfach. Es gab die Zeitung, das Radio oder auch den Fernseher, alles in der Regel Informationsmedien, zumindest für das gros der Nutzer. Dann gab es Telefon, Briefe, E-Mail, Chat und Co. Das waren die Kommunikationsmedien. Während die Informationsmedien, je nach Reichweite und Themenfokus vor allem Inhalte von allgemeinem Interesse veröffentlicht haben, waren die Kommunikationsmedien per se für den persönlichen Austausch gedacht. Wer einen Zeitungsartikel kommentieren wollten, der hat eine Mail oder einen Brief geschrieben und hat damit den Medienbruch vollzogen, der die Informations- von den Kommunikationsmedien getrennt hat. Wie oft gab es Ärger in der Firma, wenn die Medien “falsch” benutzt wurden, da sind per Mail Memos an mehrere 1000 Empfänger gegangen, es ging um Information. Das gab es zwar schon im Briefzeitalter, aber die Frequenz konnte digital erhöht werden. Häufig war man nicht betroffen, da der Verteiler zu unspezifisch war. Wir haben Selektionskriterien entwickelt um wichtig von unwichtig zu unterscheiden, auch wenn in Zeiten von Outlook, der Sender die Wichtigkeit definierte und nicht der Empfänger. (weiterlesen…)
13. April 2009
Twitter versus Xing
In beiden Fällen handelt es sich um soziale Netzwerke, deshalb sei ein Vergleich gestattet. Xing
bezeichnet sich selbst als Karrierenetzwerk mit diversen Features zur Kontaktanbahnung, Twitter kommt mit einer einfachen aber nicht unbedeutenden Frage daher „Was machst du gerade“. Kein langes Profil, auf dass sich die Suchen der Kontaktanbahnung beziehen können, sondern eine 140 Zeichen lange Bio, oder sagen wir besser eine Tagcloud. Trotzdem gelingt es ein differenziertes Netzwerk auszubilden, nicht sofort, das braucht Geduld. Aber die Beschäftigung mit dem Gegenüber, mit dem Gefundenen bei Twitter ist länger und intensiver und beschränkt sich nicht nur auf eine Kontaktanfrage. Sie ist allerdings auch flüchtiger und das entfollowen gehört zur Gestaltung des Netzwerks bei Twitter dazu. Dennoch, man liest sich lange und ist sich auf irgendeine Art auch vertraut. Nur wer sich regelmäßig meldet und zu den eigenen Interessen interessantes von sich gibt hält der ständigen Prüfung der Followerliste stand. Natürlich ist Twitter für Jeden etwas Anderes, es soll sogar Journalisten geben, die denken, Twitter sei ein Nachrichtenticker, dennoch wächst mit jedem Tweet das eigene Profil, es bleibt von den Veränderungen und Anforderungen der beruflichen und privaten Welt abhängig und ist nicht ein ständig sich fortschreibendes aber auch irgendwie starres Profil wie bei Xing. Für die einen ist Twitter die Lästerecke, für die Anderen Marketingwerkzeug, für wieder Andere Blogersatz oder auch nur RSS-Reader (siehe spiegel_eil, die meistgelesene Twittertimeline Deutschlands). Wenn ich gefragt werde, wem man folgen sollte, sage ich immer „suche selbst“. Es ist viel schwerer als bei Xing Kollegen oder alte Schulfreunde zu finden, dafür sind die Twitternamen viel zu anonym. Auf Konferenzen habe ich angefangen die RL-Kontakte bei ihrem Twitternamen zu nennen, ganz einfach, weil der RL Name nicht bekannt ist, oder weil es einfach so rausrutscht. Die individuelle Twittertimeline ist umso ausdifferenzierter, je länger man selbst schon twittert. Twitter erschließt sich nicht nach den ersten 10 Minuten, man muss es tun, länger, sonst hat man eine schlechte Follower Liste und bekommt kaum Respons.
17. März 2009
Twitter: Wenn das Fernsehn einen Rückkanal bekommt
Dank eines Beitrags von Thomas Pfeiffer alias codeispoetry fange ich an mir Gedanken über das Fernsehn zu machen. Ich selbst bin manchmal auch ein TV-Twitterer. Grundsätzlich handelt es sich aber um den schon lange erwünschten Rückkanal im TV. Zu Zeiten, als man noch in der “Öffentlichkeit” zusammen fern sah, war die Kneipe mit dem Fernseher der Ort des öffentlichen Diskurses zu Politischem, Sportlichem etc.. Durch den Rückzug der Sendegeräte in die Wohnzimmer hat sich die durch Medien gestiftete Kommunikation lange auf die großen Abendshows im öffentlich-rechtlichen am “morgen danach” bezogen. Auch Großereignisse wie Fussballweltmeisterschaften oder Olympische Spiele stifteten eine solche kollektive Identität durch ihre gesammtgesellschaftliche Aufmerksamkeit und den damit verbundenen Diskurs. In Folge einer immer weitergehenden Zersplitterung, verbunden mit der Zulassung des Privaten Rundfunks als 2. Säule des dualen Rundfunksystems, können Medien nur noch selten diese kollektive Identität herstellen, die aus meiner Sicht äußerst wichtig ist für eine emanzipative Öffentlichkeit. In ihr sind Medien Werkzeuge der Auseinandersetzung mit Werten, aber auch der Meinungsbildung.
Durch Twitter wird wieder ein solcher Rückkanal geschaffen. Menschen treten aus ihren Wohnzimmern heraus und organisieren Diskurse über Medien. Die Blogpiloten hatten darüber schon im Zusammenhang mit der US-Wahl geschrieben, hier wurde Twitter als Backchannel in das Fernsehduell Obama/McCain mit eingebunden. Das ist natürlich noch einen Schritt weiter, aber das bei getwitter 3 Tage infolge TV-Sendungen zu den meistgetwitterten Tags gehört, macht doch den Bedarf für eine emanzipative Öffentlichkeit deutlich. Ich halte das auch weniger für ein Problem, als vielmehr für eine Chance, wieder medienkritischer zu werden, auch wenn man sich nicht unbedingt ständig mit Medien beschäftigt. Dabei tritt das TV-Format selber in den Hintergrund und die Beschäftigung mit den Meinungen und Wahrnehmungen der Anderen viel stärker in den Vordergrund ob bei #dsds oder #tatort.
Der Fokus auf die gewaltverherrlichenden Computerspiele im Fall Winnenden macht doch deutlich, dass hier ein riesiger Bedarf zu decken ist, der wir Pädagogen gerne Medienkompetenzen nennen und damit nicht die technischen Fertigkeiten zur Nutzung verstehen, sondern die soziale Einbettung und Nutzung. Hier ist eine Beschäftigung mit Medien nötig, die reflexiv vorgeht. Fernsehtwittern bietet sicherlich solche Möglichkeiten, wenn man nicht nur die eigene Timeline, sondern wie bei Tweetdeck u.a. möglich auch nach Tags suchen kann um sich auf Nicht-Follower zu beziehen.Der aktive Umgang mit Medien kann nicht ernst genug genommen werden. Es wird Zeit, dass die Rückkanäle genutzt werden um “sich seine Meinung nicht bilden zu lassen”.
13. März 2009
Twitter und Winnenden

Die Medien überschlagen sich ja geradezu mit Kritik gegenüber Twitter. Dabei wird übersehen, dass Twitter kein Nachrichtenportal ist, auch wenn sich immer mehr Zeitungen einen Account zulegen, sondern ein soziales Netzwerk in dem Menschen miteinander reden und Informationen austauschen. Bei Ereignissen wie Mumbai, dem Flugzeugabsturz im Hudson River oder auch dem Einsturz des Stadtarchivs in Köln wurde deutlich, dass Twitter auch ein Medium zur Übertragung von Nachrichten im Sinne der traditionellen Medien sein kann. Es ist aber vor allen Dingen ein soziales Netzwerk, der Vernetzungsanlass ist hier nicht immer nur die f2f Bekanntschaft, sondern vor allem ein inhaltliches Interesse. Ausser Geschriebenes erfährt man auf Twitter recht wenig von seinem “Gegenüber”. Das Bild ist klein und hat längst nicht so eine Bedeutung wie das in Facebook und Co der Fall ist. Es zählt also das, was man kommuniziert.
Natürlich sind die Nutzungsgewohnheiten grundsätzlich verschieden, dennoch ist es schwieriger sich anzumelden, als einen Tweet zu schreiben. D.h. Twitter schreit nach dem Rückkanal. Die Medien tun jedoch gerade so, als sei Twitter eine ernstzunehmende Konkurrenz. Das Problem hatten sie schon mit den Blogs. Die klassischen Medien haben jedoch viel stärker die Aufgabe, die Ereignisse z.B. von Winnenden zu verarbeiten, zu reflektieren. Stefan Niggemeier hat für HNA formuliert: “Unseren Medien fehlt es mehr an Reflexion als an Beschleunigung.” Recht hat er Zeitung und Twitter sind so unterschiedlich wie Radio und Fernsehn. Es handelt sich um vollkommen unterschiedliche Produktionsbedingungen für Informationen. Die einen entstehen aus einer individuellen Befindlichkeit oder auch einer Beobachtung (Twitter), während die Anderen (Zeitung) recherchieren, Verläßlichkeit garantieren und in der Regel für eine sehr große Zielgruppe gedacht sind. Twitterbeiträge zur Grundlage eines Artikels für die Zeitung zu machen, ist in vielen Fällen unprofessionell.
Mangelnde Medienkompetenz und zwar nicht im technischen, sondern, wie bei themenriff.de zu Recht unterschieden, im inhaltlichen Sinne ist vor allem bei solchen Journalisten zu attestieren, die Twitterbeiträge zur Grundlage ihrer Printveröffentlichungen gemacht haben. Journalisten mit mangelnder Medienkompetenz, ja, die gibt es. Twitter als Kommunikationsmedium ist nicht schlecht, das wird im der aktuellen Diskussion immer wieder verwechselt, sondern die Art und Weise, wie vor allem Journalisten mit den Kommunikationsfetzen umgehen, welche Bedeutung sie ihnen beigemessen.
Vielleicht liegt es aber auch an unserer erlernten Art und Weise mit medial vermittelten Informationen umzugehen. Was öffentlich ist, das ist wahr. Das Gespräch in der Kneipe ist nicht-öffentlich, durch Twitter wird es das aber, deshalb muss umgelernt werden. Informationen müssen verifiziert werden, dass sage ich den TN meiner Seminare immer und mir wird entgegnet “na klar, alles ist immer nur ein Ausschnitt und die Objektivität gibt es nicht”. Im täglichen Umgang mit Medien kommt dieses Bewußtsein aber selten zum Einsatz und so werden Tweets zu Belanglosigkeiten herabgestuft, ohne zu verstehen, dass die “Auseinandersetzung am Thresen” bei Twitter öffentlich ist. In sehr großen Teilen auch eine Öffentlichkeit, die man ausblenden muss, dafür gibt es ja die Follower und die eigene Timeline.
Ich hoffe die eigentliche Botschaft ist klar geworden. Hinter Twitter stehen bis auf ein paar Robots Menschen, die kommunizieren und sich vernetzen wolen, nicht mehr und nicht weniger, es handelt sich nicht um einen Nachrichtenticker, auch wenn das im Einzelfall mal passiert ist.





