Ich habe für die Zeitschrift Praxis politische Bildung einen Artikel zu Educaching geschrieben. Dort sind eine Reihe an Überlegungen noch einmal zusammengefasst und firmieren dort unter “Das Web 2.0 bietet neue didaktische Chancen”. Der dort beschriebene Educache zu Martin Luther King ist allerdings mittlerweile Realität. Eine entsprechende Reflexion ist unter “Was Educaching nicht ist” zu finden.
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3. Mai 2010
Vom Geo- zum Educaching
19. April 2010
Was Educaching nicht ist #relearn #rp10
Wer noch mal die Präsentation von Jöran und mir auf der re:learn anschauen will, kann das jetzt hier tun.
Ich hatte auch noch einige Videoaufnahmen mit meiner Flip gemacht. Leider hat die schon nach wenigen Wochen den Geist aufgegeben und ob ich jemals an die Daten gelange kann ich nicht sagen.
Der Vortrag war eigentlich OK. Die abschließende Diskussion und die Einwürfe während der Vortrags haben mir allerdings zu denken gegeben. Ich möchte noch einmal klar machen was educaching nicht ist:
17. April 2010
Educache zu Martin Luther King auf RBB und ARD
Es war ein Höllenritt: Auf der re:publica hat uns das RBB für die Abendschau und das Morgenmagazin begleitet um den Educache zu dokumentieren, den wir in Berlin versteckt hatten. Er hat die Geschichte Martin Luther Kings erzählt. Viel ist uns passiert, als wir anfingen die Geschichte zu verstehen, die sich damals, am 13. September 1964 zugetragen hatte. (weiterlesen…)
19. November 2009
Ergebnisse des Projekttreffen “Educache”
Am 28./29.10. fand das erste Projekttreffen mit freundlicher Unterstützung des Laboratoriums Demokratie in Weimar statt. Die Teilnehmer des Workshops waren eine recht interdisziplinäre Mischung. Vertreter der politischen Bildung, ein Historiker, Chef einer Sporteventagentur, die im September auf Zollverein ein GPS-Festival mit 15000 Besuchern organisiert haben, einfach nur Geocacher und ein Vertreter aus dem Bereich Jugendbildung. Jöran, Mitbegründer der Idee, geocaching in Lernprozesse zu integrieren, hat noch einmal eine Reihe an Projekten vorgestellt, an die sich die schon beschriebene Idee andocken könnte. (weiterlesen…)
4. Oktober 2009
Geocaching-Projekt goes educaching
Auf dem Socialcamp habe ich eine Session zu “Vergessene Orte der Demokratie mit geocaching neu beleben” angeboten und das Projekt einer kleinen 12-köpfigen Gruppe vorgestellt. Ich kann dank dieser Session jetzt auf eine kleine Unterstützerliste zurückgreifen, weil ich offensichtlich für das Projekt begeistern konnte.
Die Vorbereitung und die Gespräche mit den CamperInnen hat mich noch einmal zu einer weiteren Konkretisierung gezwungen. Die Telefonate der letzten Woche haben mich auch darin bestärkt, dass Orte eine Magie haben, die in Kombination mit anderen Medien zu einem nachhaltigen Bildungserlebnis verhelfen können. Jöran, der von Beginn an das Projekt im Hintergrund mit unterstützt hat, spricht von educaching. Vielleicht können wir tatsächlich Methoden entwickeln, die Menschen nicht nur von einem Cache zum anderen laufen lassen, sondern Orte und Menschen miteinander interagieren lassen.
Konkretisierungen …
18. Mai 2009
Konkretisierung des Geocaching Projektes
Ich habe am Freitag das Projekt in Weimar vorgestellt und auch einige Interessenten gefunden. Hier noch mal eine Konkretisierung der Idee:
Es geht um das Wechselspiel von digital und real. Das Web 2.0 soll im Projekt verstanden werden als Widget als kleines Programm, das in die reale Welt getragen wird. Anhand von Geokoordinaten wird deutlich, wie sich ein unsichtbares Netz jenseits des computervermittelten Internets über die Welt gezogen hat. (weiterlesen…)
16. April 2009
Lernen nicht im sondern mit dem Web (2.0)
Eigentlich ist heute alles Web 2.0. Kaum gibt es noch die von Hand gestrickten statischen html Seiten, auf denen Informationen zusammengestellt werden (für noch funktionierende Beispiele von Mitlesenden als Kommentar bin ich dankbar). Mein Fokus ist das Lernen von Erwachsenen, es ist, im Gegensatz von dem der Kinder und Jugendlichen viel stärker in Routinen verankert. Es geschieht viel bewußter und wird häufiger dadurch auch als schwieriger empfunden. Mit der Überschrift des Blogpostings möchte ich deutlich machen, das Lernen mit dem Web überall stattfindet. Man kann nicht nur im Internet mit dem Internet lernen, sondern auch überall sonst. Damit sind nicht nur all die innovativen Mobillearning Lösungen gemeint, bei denen das Handy eine entscheidende Rolle spielt, sondern auch all die Möglichkeiten, bei denen Ausgedrucktes, ja Ausgedrucktes, Lernprozesse jenseits des Internets in Gang setzt, die aber auch immer wieder als Form der Dokumentation oder Reflexion an das Internet angedockt werden, in Blogs, Tweets, Mindmaps, etc.
Schon seid Monaten denke ich über eine Methode nach, geocaching als Lernmethode zum Einsatz zu bringen. Jetzt habe ich der Bundeszentrale für politische Bildung
im Rahmen eines Projektes dazu einen Vorschlag gemacht und am 14./15.5. bin ich in Weimar um die Möglichkeiten des Einsatzes digitaler Medien insbesondere des Web 2.0 in der politischen Bildung auszuloten. Mir geht es dabei vor allem um die Möglichkeiten politische Erwachsenenbildung als Form der informellen Bildung jenseits von Institutionen zu etablieren. Klar ist, dass man mit allgemein offener politische Bildung eh kein Geld verdienen kann, es bleibt immer eine subventionierte Bildung, also muss man wichtige politische (überparteiliche) Inhalte zu den Bürgern bringen. In Form von Geschichten an den “richtigen” Orten. (weiterlesen…)
16. September 2008
Die Zukunft liegt nicht im Holodeck
Ich bereite mich gerade wieder auf ein Seminar vor. “Leben in der Zukunft: Wie künstliche Intelligenz, Gentechnik und digitale Netze unseren Alltag verändern werden” Dabei wollen wir zum Ende des Seminars mit den Teilnehmerinnen Zukunftsszenarios beschreiben. Thomas Retzmann hat dazu eine sehr interessante Methode ins Netz gestellt: Die Szenario-Technik. Danke dafür. Eins ist jedoch unerläßlich, die Teilnehmer brauchen jede Menge Anregungen um möglichst detailierte Szenarios beschreiben zu können.
In diesem Zusammenhang beobachte ich einen interessanten Trend. Auch wenn die Science-Fiction Literatur die Zukunft in der Trennung von realer und virtueller Welt sieht, oder aber auch einen Trend zur fortschreitenden Virtualisierung. Deuten die bisherigen Entwicklungen in die entgegengesetzte Richtung. Nämlich die Integration des Internets in die reale Welt.
Auf der Techcrunch50 (Thomas Knüwer hat darüber in seinem Blog berichtet) hat im Bereich der Mobilen Anwendungen eine Präsentation für Aufsehen gesorgt: Tonchidot, ein Programm für das IPhone, dass durch eine Kamera vermittelt die Realität mit Kommentaren aus dem Internet anreichert, Kann man schlecht beschreiben, muss man sehen:
Ein anderes Beispiel, in dem deutlich wird, dass das Internet zunehmend eine embedded real world App wird ist Geocaching. Hier hat sich eine Community gefunden, die in ihrer Freizeit auf der Basis von Geokoordinaten Gegenstände findet und auf eine weltweite Reise schickt.
Ich denke, dass ist mit Abstand die interessanteste Entwicklung seid über die Zukunft des Internets nachgedacht wird. Ubiquitous Computing hat ein Ziel, die vollständige, unmerkliche Integration des Internets in die reale Welt.
Bisher denken alle im Web 3.0 sind verstehende Algorithmen entwickelt worden, nein, es wird die Zeit sein, in der wir nicht mehr vom Internet sprechen, es vielleicht schon vergessen haben, obwohl wir es täglich nutzen, so wie die Telefonleitungen…



