Noch vor wenigen Jahren hätte die Streetview Geschichte kein Aufsehen erregt. Heute wird es zum Topthema für Medien und Politiker. Aber es wird leider nur die Ahnungslosigkeit der Bürger ausgenutzt um ein Topthema zu verkaufen.
Datenschutz war und ist schwere Kost, sie setzt voraus, dass man die Systeme versteht, in denen schützenswerte Daten anfallen. Und daran hat sich in den letzten Jahren nicht viel verändert. Der Unterschied besteht nur darin, (weiterlesen…)
Noch vor wenigen Jahren hätte die Streetview Geschichte kein Aufsehen erregt. Heute wird es zum Topthema für Medien und Politiker. Aber es wird leider nur die Ahnungslosigkeit der Bürger ausgenutzt um ein Topthema zu verkaufen.
Datenschutz war und ist schwere Kost, sie setzt voraus, dass man die Systeme versteht, in denen schützenswerte Daten anfallen. Und daran hat sich in den letzten Jahren nicht viel verändert. Der Unterschied besteht nur darin, dass es der Datenschutzbewegung zu verdanken ist, dass die Bürger heute wesentlich bewusster mit ihren Daten umgehen, vor allem, wenn sie digital in großen Datenbanken gesammelt werden oder nicht spielt keine Rolle. Daraus ist aber kein reflektierter Umgang mit den eigenen und den anvertrauten Daten erwachsen, sondern eine große Verunsicherung, der in der Regel mit Abstinenz begegnet wird. Ich bloggte schon einmal darüber. Was wir jetzt brauchen ist das Hintergrundwissen, um die Vorgänge beurteilen zu können.
Während der Datenschutz früher noch e

by Mirko Macari / flickr
Logins sind immer eine zusätzliche Hürde, man muss sich Passwörter merken, man muß den E-Mail-Umweg für die Registrierung gehen, man gibt schon wieder Daten raus. Die Registierung wird nur dann vorgenommen, wenn es unbedingt sein muss, bspw. bei sozialen Netzwerken. Sie bestehen im unangemeldeten Zustand meist nur aus einer Startseite. Ihr Nutzung macht ohne Anmeldung keinen Sinn. Anders z.B. bei Youtube. Hier erschließt sich der Nutzen auch dann, wenn man nicht angemeldet ist, das Gleiche gilt für Google, Flickr, Mr Wong oder auch LastFM. Dennoch, einloggen kann sich lohnen im Web 2.0. Ich würde im Web 2.0 sogar von einer neuen Welt hinter dem Login sprechen. In den meisten Fällen erschließen sich dann die Dienste auf eine völlig neue Weise. (weiterlesen…)
Logins sind immer eine zusätzliche Hürde, man muss sich Passwörter merken, man muß den E-Mail-Umweg für die Registrierung gehen, man gibt schon wieder Daten raus. Die Registierung wird nur dann vorgenommen, wenn es unbedingt sein muss, bspw. bei sozialen Netzwerken. Sie bestehen im unangemeldeten Zustand meist nur aus einer Startseite. Ihr Nutzung macht ohne Anmeldung keinen Sinn. Anders z.B. bei Youtube. Hier erschließt sich der Nutzen auch dann, wenn man nicht angemeldet ist, das Gleiche gilt für Google, Flickr, Mr Wong oder auch LastFM. Dennoch, einloggen kann sich lohnen im Web 2.0. Ich würde im Web 2.0 sogar von einer neuen Welt hinter dem Login sprechen. In den meisten Fällen erschließen sich dann die Dienste auf eine völlig neue Weise. Youtube wird z.B. zu einer Videoverwaltung und mehr. Auf einer eigenen Webseite können die Videos angeordnen und über eine öffentlich zugängliche URL anderen zur Verfügung gestellt werden.
Du und deine Zuschauer können alle Videos, die du deinem Kan
Eines wird mir nach den Hattinger Seminaren immer wieder klar, die Quote der Onliner nimmt stetig zu, und zwar vor allen Dingen, weil man heute kaum noch einen Telefonanschluss ohne Internetconnect bekommt. Selbst meiner Oma hatte man schon vor einigen Jahren im Alter von 84 einen Vertrag mit DSL Modem aufgeschwatzt. Ohne so richtig zu wissen, welche Welt sich dort einem Jedem eröffnet, scheinen die Nutzungsgewohnheiten in der Unsicherheit eher der Logik des Fernsehens zu folgen. (Vielleicht ist auch die exponentielle Zunahme der Shoppingsender im TV eine Form der Konvergenz
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Eines wird mir nach den Hattinger Seminaren immer wieder klar, die Quote der Onliner nimmt stetig zu, und zwar vor allen Dingen, weil man heute kaum noch einen Telefonanschluss ohne Internetconnect bekommt. Selbst meiner Oma hatte man schon vor einigen Jahren im Alter von 84 einen Vertrag mit DSL Modem aufgeschwatzt. Ohne so richtig zu wissen, welche Welt sich dort einem Jedem eröffnet, scheinen die Nutzungsgewohnheiten in der Unsicherheit eher der Logik des Fernsehens zu folgen. (Vielleicht ist auch die exponentielle Zunahme der Shoppingsender im TV eine Form der Konvergenz ;-))
Wie dem auch sei, das Internet ist in der Nutzung noch weit entfernt von einer neuen Nutzungsphilosophie, dem von Alvin Toffler postulierten Prosumenten. Entweder ist man Produzent oder Nutzer. Beides gleichzeitig zu sein folgt manchmal den Gesetzen des Mitmach-Netzes, ist aber eher ungewöhnlich. Warum sollte man in einem Blog kommentieren? Warum sollte man, wenn man nicht weiter weiß ein Forum aufsuchen? Warum sollte man über
Liebe Frau von der Leyen,
meine Tochter hat aus der Schule eine Liste mit Links auf ihrem Handy mitgebracht, die auf Seiten mit Stoppschildern führen. Sie sagte, das sei jetzt eine angesagte Disziplin solche verbotenen Seiten aufzuspüren, je mehr neue davon gefunden würden um so höher das Ansehen in der Klasse. Sie fragte mich, warum diese Seiten alle gesperrt seien und ich sagte ihr, dahinter verbergen sich Bilder und Videos von Kindern, die zu sexuellen Handlungen gezwungen wurden, abscheuliche Bilder und abscheuliche Geschichte von Kindern, die sich in sehr schlechter Gesellschaft befinden. Meine Tochter fragte zu Recht, ob die Sperre das Leid dieser Kinder ungeschehen mache. Ich erinnerte mich an eine Zeit, als meine Tochter die Hände vor die Augen legte und sich gut versteckt fühlte. Das machen Kinder in dem naiven Glauben, verschwunden zu sein, aber schon mit drei Jahren haben sie verstanden, dass sie wirksamere Methoden benötigen um sich zu verstecken. (weiterlesen…)
Liebe Frau von der Leyen,
meine Tochter hat aus der Schule eine Liste mit Links auf ihrem Handy mitgebracht, die auf Seiten mit Stoppschildern führen. Sie sagte, das sei jetzt eine angesagte Disziplin solche verbotenen Seiten aufzuspüren, je mehr neue davon gefunden würden um so höher das Ansehen in der Klasse. Sie fragte mich, warum diese Seiten alle gesperrt seien und ich sagte ihr, dahinter verbergen sich Bilder und Videos von Kindern, die zu sexuellen Handlungen gezwungen wurden, abscheuliche Bilder und abscheuliche Geschichte von Kindern, die sich in sehr schlechter Gesellschaft befinden. Meine Tochter fragte zu Recht, ob die Sperre das Leid dieser Kinder ungeschehen mache. Ich erinnerte mich an eine Zeit, als meine Tochter die Hände vor die Augen legte und sich gut versteckt fühlte. Das machen Kinder in dem naiven Glauben, verschwunden zu sein, aber schon mit drei Jahren haben sie verstanden, dass sie wirksamere Methoden benötigen um sich zu verstecken. Ich erklärte meiner Tochter, dass die v
Gestern habe ich einen Vortrag zum Thema Datenschutz im Alltag vor einer Rentergruppe der IG-Metall in Velbert gehalten. Der Raum war recht voll, es gab eine kleine Zeitungsnotiz. Viele Informationen waren den Teilnehmenden recht unbekannt. Einige waren offensichtlich richtig schockiert.Der Vortrag kann hier heruntergeladen werden.
Ich als Insider bin jedoch immer wieder schockiert, wie wenig Informationen bei den Bürgern ankommen, die das Internet nutzen. Der Digital Divide 2.0 hat voll zugeschlagen. Das Netz wird offensichtlich auf zwei verschiedene Weisen genutzt:
- Als besserer Fernseher
- Als Medium der Beteiligung
Dazwischen gibt es vielleicht auch noch eine kleine Grauzone, doch in Wirklichkeit ist der web 2.0 Hype an einem Großteil der Nutzer vorübergegangen und wenn dann werden die Dienste wie Youtube nicht als Medien der Beteiligung wahrgenommen.
Das Basic Thinking Blog berichtet von einer PWC-Umfrage: “85 Prozent der Deutschen, die oft im Internet surfen und dabei auch Seiten wie YouTube und Clipfish ansteuern, sind selbst Mitglied in sozialen Online-Netzwerken, wie aus einer Studie “Web 2.0 – Soziale Netzwerke” der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor geht.”
Das kann ich gar nicht glauben, entscheidend ist glaube ich der Nebensatz, “die oft im Internet surfen”. Ich möchte sagen, es gibt mehr wenig und selten Surfer als man meint, nicht jeder der einen Breitbandanschluss zu Hause hat surft auch bis der Arzt kommt.
Gestern habe ich einen Vortrag zum Thema Datenschutz im Alltag vor einer Rentergruppe der IG-Metall in Velbert gehalten. Der Raum war recht voll, es gab eine kleine Zeitungsnotiz. Viele Informationen waren den Teilnehmenden recht unbekannt. Einige waren offensichtlich richtig schockiert.Der Vortrag kann hier heruntergeladen werden.
Ich als Insider bin jedoch immer wieder schockiert, wie wenig Informationen bei den Bürgern ankommen, die das Internet nutzen. Der Digital Divide 2.0 hat voll zugeschlagen. Das Netz wird offensichtlich auf zwei verschiedene Weisen genutzt:
Als besserer Fernseher
Als Medium der Beteiligung
Dazwischen gibt es vielleicht auch noch eine kleine Grauzone, doch in Wirklichkeit ist der web 2.0 Hype an einem Großteil der Nutzer vorübergegangen und wenn dann werden die Dienste wie Youtube nicht als Medien der Beteiligung wahrgenommen.
Das Basic Thinking Blog berichtet von einer PWC-Umfrage: "85 Prozent der Deutschen, die oft im Internet surfen und dabei auch Seiten wie YouTube und Cli