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		<title>Open Education</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 10:44:07 +0000</pubDate>
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Der Begriff Open Education ist nicht neu. Schon vor [...]


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<div id="attachment_2288" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.dotcomblog.de/wp-content/uploads/2010/09/open_education.png"><img class="size-thumbnail wp-image-2288" title="open_education" src="http://www.dotcomblog.de/wp-content/uploads/2010/09/open_education-150x150.png" alt="open_education" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">CC by-sa by opensourceway (flickr)</p></div>
<p>Der Begriff <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Education#Siehe_auch">Open Education</a> ist nicht neu. Schon vor Jahren haben sich namhafte Pädagogen und andere dem freien Wissen aufgeschlossene Aktivisten zusammen geschlossen um die <a href="http://www.capetowndeclaration.org/translations/german-translation">Open Education Declaration</a> zu formulieren und damit zu einem weltumspannenden Projekt aufzurufen, in dem jeder/e seine Unterrichtsmaterialien offen zur Verfügung stellt. Diese Erklärung ist nicht zu verwechseln mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Access">Open Access</a> Bewegung, die sich für den freien Zugang zu Forschungsergebnissen einsetzt. Wie komme ich darauf?<br />
<span id="more-2276"></span></p>
<p>Letzte Woche habe ich im Rahmen des Hattinger Mediensommers eine Seminareinheit zur <a href="http://blog.forum-politische-bildung.de/blo/2010/08/25/die-zensursula-kampagne/#more-91">Netzsperren-Kampagne</a> vorbereitet. Die TN sollten selbst anhand eines Zeitstrahls die Kampagne nachvollziehen. Ich hatte dazu getwittert und damit meine Seminarmaterialie veröffentlicht. <a href="http://twitter.com/netzpolitik">@netzpolitik </a>hat dazu <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/zeitleiste-fur-die-zensursula-diskussion/">gebloggt </a>und den Zeitstrahl erst richtig bekannt gemacht.<img class="alignnone size-full" src="http://www.dotcomblog.de/wp-content/uploads/2010/09/l_758_84_CD5B38D8-992B-4303-A53C-A7DCD07C01B9.jpeg" alt="" /></p>
<p>Das war nur möglich, da der Bereich Computer und Medien des DGB Bildungswerks seine <a href="http://blog.forum-politische-bildung.de/">Seminare komplett im Netz dokumentiert</a>. Diese kleine Aufmerksamkeit bracht uns an 2 Tagen insgesamt 1300 Visits ein. Für ein Seminarblog sicherlich recht ungewöhnlich. Für mich war das ein Anstoss darüber nachzudenken, welchen Mehrwert das Veröffentlichen von Seminarmaterialien einbringt. Als gewerkschaftlicher Bildungsbetrieb sind wir sicherlich stärker in der gesellschaftlichen Pflicht Materialien, die während unserer Arbeitszeit entstehen der Gesellschaft zur freien Verfügung zu stellen. Wir sind immerhin Million von Mitgliedern verpflichtet, von deren Mitgliedsbeiträgen zumindest ein nicht unwesentlicher Teil unserer Arbeit bezahlt wird. Als Pädagog_innen sind wird aber darüber hinaus grundsätzlich einer öffentlichen Rechenschaft verpflichtet. Wie in der obenbenannte Open Education Declaration geschrieben, geht es um die Teilhabe Aller an Bildung. Wie kann das gewährleistet werden?</p>
<p>Was sind grundsätzlich Bedingungen für die Produktion von Seminarmaterialien? Es ist nicht nur zu unterscheiden zwischen Inhalten und Methoden, sondern auch zwischen analogen und digitalen Materialien. In allen Fällen gilt aber über die Open Education Declaration<br />
1. Offener Zugang<br />
2. Wiederverwertbarkeit<br />
hinaus,<br />
3. Dokumentation der Lerneinheit<br />
4. Bildungsprozesse sind individuell, d.h. das dazu bereitgestellt Lernmaterial muss immer neu angepasst und weiterentwickelt werden.<br />
5. Veröffentlichung unter gleichen Bedingungen und damit auch die Bereitstellung für die zahlreichen non-formellen Lernprozesse, die das Internet naturgemäß auslöst.</p>
<p>Lernmaterialien werden tagtäglich produziert und erprobt. Wir alle sollten das nicht länger hinter verschlossenen Türen tun, sondern an der größten Materialien-Mediathek der Welt arbeiten. Dabei verstehe ich die Metapher nicht als eine zentral organisierte Datenbank, sondern als ein Neztwerk. Eines der aktuellsten Beispiele hat Herr Rau geliefert, in dem er einen <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/08/ueberblick-ueber-listen-in-java-und-andere-collections.htm">Überblick über Listen in Java</a> zusammengestellt hat</p>
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		<title>Streetview: Das Warum Problem</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 15:04:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gibro</dc:creator>
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<p><img class="alignleft" title="warum?" src="http://blog.beetlebum.de/wp-content/uploads/2006/04/ohrwurm2.jpg" alt="" width="397" height="149" />Die öffentliche Streetview-Debatte stellt die Bürger vor die Entscheidung per Widerspruch das eigene Haus ausblenden zu lassen oder nicht. Warum fragt niemand warum? Warum zum Beispiel dieses Thema medienöffentlich so engagiert diskutiert wird?</p>
<p>Medienkompetenz ist nicht nur eine Frage der Nutzungskompetenz, so meine These. Sondern vor allem, ob mich das Dahinter interessiert. Habe ich mir das kindliche Warum-Fragespiel erhalten, bis ich zufriedenstellende Antworten bekomme?</p>
<p>Manche Menschen werden sensibilisiert, wenn zum Beispiel jemand <a href="http://www.youtube.com/watch?v=pMcfrLYDm2U">die richtigen Fragen stellt</a> oder ansprechende Denkanstöße gibt. Andere sind komplett desensibilisiert. Warum ist aus deren Wortschatz gestrichen worden. Medienkompetenz heißt schon lange nicht mehr nur den Fernseher oder das Handy bedienen zu können, sondern auch nach dem Warum fragen <em>zu wollen</em>. Antworten zu finden ist dabei nicht ganz so einfach und fordert weitere Kompetenzen von uns ein, auch die Kompetenz Informationen zu selektieren und zu bewerten, gegenüber zu stellen und keiner, aber auch wirklich keiner Quelle alleine zu vertrauen. Auch wenn alle Massenmedien in das gleiche Horn blasen, standhaft bleiben und Gegenpositionen entwickeln.</p>
<p>Gegen den Strom schwimmen und Mißtrauen ist ein Nährboden für mündige Bürger!</p>
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		<title>Wofür das iPad gut ist: Lesen, kommentieren, sharen</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 20:52:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gibro</dc:creator>
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<p><a class="shutterset_" href="http://www.dotcomblog.de/wp-content/gallery/flipboard/flipboard_feeds.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.dotcomblog.de/wp-content/gallery/flipboard/thumbs/thumbs_flipboard_feeds.jpg" alt="flipboard_feeds" /></a>Vor 2 Wochen habe ich mir ein iPad gekauft. Ich möchte vor allen Dingen herausfinden, wie das iPad lernen und Bildung verändern kann. Dabei ist mir schon klar, dass nicht Geräte, sondern Ideen und Pädagogen die Bildung verändern. dennoch mit dem richtigen Blick in die richtige Richtung kann ich vielleicht in einer kleinen Serie immer mal wieder interessante Apps für das Lern- und Bildungsumfeld vorstellen und einsortieren.</p>
<p>Weil das iPad zum Lesen gut geeignet ist, läßt es die Verleger feucht träumen. Viele Apps eröffnen darüber hinaus aber auch eine große Bandbreite an Feedbackkanälen. Die App <a href="http://itunes.apple.com/us/app/reeder-for-ipad/id375661689?mt=8">Reeder</a> zum Beispiel<span id="more-2224"></span> ist der appgewordene Google Reader nur in noch besser. Ein Großteil der von mir favorisierten Netzwerke werden mir direkt zum sharen meiner Artikel angeboten. In einer inkludierten Ansicht kann ich direkt auf die Artikel zugreifen, und sie kommentieren. Das ging auf dem PC auch, dort ist das Lesen im Vergleich zum iPad allerdings deutlich unangenehmer. Hier kommt zusammen, was zusammen gehört: Das Lesen eines Artikels auf der einen Seite und der aktive Umgang auf der anderen Seite.</p>

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	<!-- Pagination -->
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<p>Die vielbeachtete App <a href="http://www.iphoneblog.de/2010/07/29/ipad-app-flipboard/">Flipboard</a> bindet nicht nur die Statusmeldungen, Links und Bilder im Zeitungsformat ein, sondern ist auch ein kleiner Facebook- und Twitterclient. So können Beiträge retweetet werden, kommentiert oder einfach nur gefavt. DArüber hinaus wird die bisherige Kommunikation zu einem Tweet oder einer Statusmeldung gelistet. Ich merke sofort, wie sich damit meine Lesegewohnheiten ändern. Der Verwertungsaspekt wird ständig mitgedacht. Ist das eher etwas für delicious, Twitter oder Facebook? Schnell baut sich beim Lesen eine Kommunikation auf, die mir am Desktop bisher so nie aufgefallen ist, vielleicht habe ich einfach nur mit den falschen Programmen gelesen. Vielleicht ist das iPad aber auch wie geschaffen für diese Art von Apps.</p>

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<p>Schon in Kürze wird <a href="http://www.tapmates.com/dribbblr/">Dribbblr</a> gelauncht, wiederum ein Reader für das iPad mit einem ähnlichen Konzept wie Flipbook. Mein Kommentaraufkommen hat stark zugenommen, so dass ich jetzt auch der Suche nach einem Plugin für WordPress bin, mit dem man die Kommentare in anderen Blogs aggregieren kann.</p>
<p>Damit ist das iPad zumindest mehr als ein reines Lesegerät, es motiviert, mit den richtigen Apps zum aktiven Austausch und ist damit aus der vielbeschworenen Konsumer-Ecke (siehe auch gulli.com zu <a href="http://www.gulli.com/news/consumer-web-3-0-die-ard-zdf-onlinestudie-ist-ver-ffentlicht-2010-08-12">&#8220;Consumer Web 3.0: Die ARD/ZDF-Onlinestudie ist veröffentlicht&#8221;</a>) zu entfernen. Es bleibt aber ein Gadget für eine Person. Es zu 2 oder mit mehreren zu nutzen ist eher schwierig.</p>
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		<title>Der Fall Streetview: Sie sind sensibilisiert aber ahnungslos</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 17:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gibro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik (mit Medien)]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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<p><a href="http://www.dotcomblog.de/wp-content/uploads/2010/08/Bildschirmfoto-2010-08-12-um-21.46.20.png"><img class="size-thumbnail wp-image-2248 alignleft" title="Streetview Paris" src="http://www.dotcomblog.de/wp-content/uploads/2010/08/Bildschirmfoto-2010-08-12-um-21.46.20-150x150.png" alt="Streetview Paris" width="150" height="150" /></a>Noch vor wenigen Jahren hätte die <a href="http://www.google.de/help/maps/streetview/">Streetview</a> Geschichte kein Aufsehen erregt. Heute wird es zum Topthema für Medien und Politiker. Aber es wird leider nur die Ahnungslosigkeit der Bürger ausgenutzt um ein Topthema zu verkaufen.</p>
<p>Datenschutz war und ist schwere Kost, sie setzt voraus, dass man die Systeme versteht, in denen schützenswerte Daten anfallen. Und daran hat sich in den letzten Jahren nicht viel verändert. Der Unterschied besteht nur darin, <span id="more-2226"></span>dass es der Datenschutzbewegung zu verdanken ist, dass die Bürger heute wesentlich bewusster mit ihren Daten umgehen, vor allem, wenn sie digital in großen Datenbanken gesammelt werden oder nicht spielt keine Rolle. Daraus ist aber kein reflektierter Umgang mit den eigenen und den anvertrauten Daten erwachsen, sondern eine große Verunsicherung, der in der Regel mit Abstinenz begegnet wird. <a href="http://www.dotcomblog.de/?p=2054">Ich bloggte schon einmal darüber</a>. Was wir jetzt brauchen ist das Hintergrundwissen, um die Vorgänge beurteilen zu können.</p>
<p>Während der Datenschutz früher noch ein Nerdthema war, so ist er heute zu einem massentauglichen Thema herangewachsen, das Wissen über die Umstände hat sich aber nicht vermehrt. Ganz im Gegenteil Unsicherheit ist der beste Freund der Hetze und genau die wird gerade mit Streetview betrieben. Ich habe in den letzten Tagen den Spruch des Mitbegründers des CCC, Wau Holland, oft gehört: &#8220;<a href="http://www.ccc.de/hackerethics">Private Daten schützen, öffentliche Daten nützen</a>.&#8221;, <a href="http://chaosradio.ccc.de/cr158.html">zum Beispiel hier</a> dank dieser Faustformel ist es gar nicht nötig, die Systeme zu verstehen, in denen private Daten anfallen, hier wird nur noch die Unterscheidung zwischen privat und öffentlich gemacht, und das läßt sich in der Regel gut voneinander abgrenzen.</p>
<p>&#8230; auch im Fall von Streetview: Google überwacht nicht dauerhaft den öffentlichen Raum, sondern macht eine Momentaufnahme. Google will auch nicht die Menschen fotografieren, sondern die Strassen, also den öffentlichen Raum. (bekannt gewordene Fälle des Trackens von SSIDs greifen dabei in die Privatsphäre der Bürger ein und müssen verhandelt werden. Google sollte also vielmehr dazu angehalten werden aufzudecken, welche Daten erhoben werden, statt das Projekt blind zu bashen) Vielleicht bin ich sogar auf einem der Google Streetviewbilder zu sehen, dann muß Google bitten mich dort zu entfernen, falls die automatisierte Anonymisierung nicht funktionieren sollte. Im Zeitalter der digitalen Fotografie sollten wir uns damit abgefunden haben, dass Bilder von uns im Netz auftauchen können, auch wenn wir sie selbst nie finden.</p>
<p>Es ist also noch lange nichts gewonnen, nur weil die Bürger für Datenschutzfragen sensibilisiert wurden. Es muss gelingen ihnen ihre Unsicherheit zu nehmen indem man aufklärt, da sehe ich die Massenmedien in der Pflicht, die beteiligen sich aber an der Hetze und ich unterstelle ihnen das tun sie mit Vorsatz, alles andere wäre noch viel trauriger.</p>
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		<title>Generation Null-Blog</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 12:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gibro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kompetenz (für Medien)]]></category>
		<category><![CDATA[medienkompetenz]]></category>
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<p>Gestern laß ich den Kommentar <a href="http://bjoern-sievers.de/2010/08/02/staunen-ueber-die-generation/">&#8220;Staunen über die Generation @</a>&#8221; bei Björn Sievers zu einem <a href="http://www.scribd.com/doc/35179685/Spiegel-Null-Blog">Spiegelartikel</a>, den ich erst heute morgen genauer anschaute. Generation Null-Blog entmystifiziert die mit dem Computer großgewordenen Digital Natives. Der Autor des Artikels hatte mich schon im Juni dazu angerufen, und bezog sich auf meinen Blogartikel zu <a href="http://www.dotcomblog.de/?p=1946">Digital Natives und Analog Natives</a>. Dort hatte ich mich schon mit den sog. Digital Natives beschäftigt, auf die ich während meines Lehrauftrages mit <a href="http://twitter.com/jmm_hamburg">@jmm_hamburg</a> und <a href="http://twitter.com/gestatten">@gestatten</a> traf. Der Spiegelartikel greift jedoch zu kurz.<span id="more-2211"></span></p>
<p>Die reine Feststellung, das Jugendliche das Internet wie ein Telefon oder eine <a href="http://www.dotcomblog.de/?p=2063">Zeitung benutzen</a> (siehe Zeit Artikel <a href="http://www.zeit.de/2010/30/Schriftkultur-Lesen-Essay">“Hurra, wir lesen noch”</a>) schreit nach Konsequenzen für das Bildungssystem. Dazu ist im Spiegel-Artikel wenig zu lesen, es kommt zwar <a href="http://twitter.com/scheppler">@scheppler</a> und <a href="http://twitter.com/tastenspieler">@tastenspieler</a> zu Wort, aber der Spiegel-Autors beschränkt sich eher auf den Nachweis, dass das Internet keinen emanzipatorischen Einfluss auf die Jugendlichen nimmt. Es gehört zur Entwicklung von heranwachsenden Menschen, dass sie sich selbst in den Mittelpunkt stellen und nicht ein Thema, wie z.B. das zitierte Beispiel von der Erkämpfung eines günstigen Schülertickets. Umgekehrt würde es wahrscheinlich als verfehlte Medienkompetenz interpretiert werden, wenn Jugendliche ein öffentliches Tagebuch führen würden. Die Facebook-Kiffer-Bild-Ängstlichen würde die bloggenden Kinder direkt an einen Pranger stellen und das Ende ihrer Zukunft heraufbeschwören, denn das Internet vergißt nichts.</p>
<p>Insofern kann es nicht um die Generation Blog gehen, sondern um die Integration alternativer Medienkompetenzen in den Alltag. Medien emanzipatorisch zu nutzen ist immer Teil eines Lernprozesses, die Mediensozialisation von Kindern ist aber nach wie vor eine andere, denn Kinder werden mit den Medien ihrer Eltern groß. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie den Rechner analog zu den Medien ihrer Eltern nutzen, also dem Telefon, TV oder Radio und Zeitung, also rezipierend.<br />
Entscheidend ist, die Integration der Medien in den Unterricht als ein fortwährendes Experiment zu verstehen. Es stellt gewohnte frontale Lernszenrarien in Frage , das sorgt für Unsicherheiten sowohl bei Lehrern, wie auch bei Schülern, wäre aber eine Chance auf Augenhöhe voneinander  und miteinander zu lernen. Das hätte ich mir zumindest als Fazit von dem Spiegel-Artikel erhofft.</p>
<p>Dieser Artikel ist auf der Basis eines <a href="https://docs.google.com/document/edit?id=19yVDCqIEqt_r0TCFHyURFAE5Z395HTt3Ef94W-i0YTY&amp;hl=en&amp;authkey=CP6DxcUJ#">Googledocs</a> von <a href="http://twitter.com/scheppler">@scheppler</a> entstanden, der einen Artikel mit dem Titel <a href="http://lernwolke.de/2010/08/03/ja-wo-surfen-sie-denn-spiegel-findet-die-net-generation-nicht/">&#8220;Ja wo surfen sie denn? Spiegel findet die Net-Generation nicht&#8221;</a> für das Blog <a href="http://lernwolke.de/">Lernwolke</a> geschrieben hat. Die dort zu findenden Spiegelpunkte sind jetzt aber in einen eigenen Blogeintrag geflossen, dennoch war die gemeinsame Arbeit nützlich, weil sie mich auf neue Ideen brachte, den Artikel zu interpretieren und weiterzudenken.</p>
<p>Darüber hinaus sind weitere Gedanken zu dem Spiegel Essay im <a href="http://ietherpad.com/spiegel-noblog-argumente">Etherpad</a> zu finden.</p>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 07:14:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gibro</dc:creator>
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<div id="attachment_2065" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.dotcomblog.de/wp-content/uploads/2010/07/4816110696_5782f791a6_m1.jpg"><img class="size-full wp-image-2065" title="Flipboard" src="http://www.dotcomblog.de/wp-content/uploads/2010/07/4816110696_5782f791a6_m1.jpg" alt="Flipboard" width="240" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">CC by 2.0 By Johan Larsson (flickr)</p></div>
<p><a href="http://www.zeit.de/2010/30/Schriftkultur-Lesen-Essay">&#8220;Hurra, wir lesen noch&#8221;</a> titelt die Zeit in ihrer aktuellen Ausgabe und stellt fest, dass das Internet ein Schriftmedium ist. Wer hätte das gedacht? Das Internet verleitet seine Nutzer_innen zum Lesen? Das lässt das Internet zu einem &#8220;Lean-Forward-Medium&#8221; werden (wie Tim Pritlove es in seinem hörenswerten Podcast zu <a href="http://blog.chaosradio.ccc.de/index.php/2010/07/01/cre157-fernsehen/">&#8220;Fernsehn&#8221;</a> genannt hat), im Gegensatz zum Fernsehn, dass gerne auch als &#8220;Lean-Back-Medium&#8221; bezeichnet wird. Aber schon längst zwingt uns das Internet<span id="more-2063"></span> nicht mehr zum Lesen vor den Monitor am Schreibtisch. Gelesen wird im Internet zunehmend mit mobilen Endgeräten, wie Smartphones oder Tablets. Und wer im Internet liest, der liest offline ebenso. Die Zeit schreibt:</p>
<blockquote><p>2009 erreichte die Produktion den sagenhaften Wert von 93124 neuen Titeln. Wo also ist sie, die viel beschworene Krise des Lesens und der deutschen Buchnation? (DIE ZEIT, 22.07.2010 Nr. 30)</p></blockquote>
<p>Und es lesen vor allem Jugendliche:</p>
<blockquote><p>Das Internet ist die große Leerstelle in der zeitgenössischen Leseforschung. 72 Prozent der Deutschen sind mittlerweile online, 90 Prozent der Schulkinder haben, vorsichtig geschätzt, einen Computerzugang. Bei Jugendlichen, deren nachlassende Neigung zu Druckerzeugnissen so lebhaft beklagt wird, hat das Internet alle übrigen Freizeitbeschäftigungen auf hintere Plätze verdrängt. Und was, glauben die Lesepessimisten, machen die Nutzer im Internet? Sicherlich hören sie auch viel Musik und schauen Videos auf YouTube; aber vor allem anderen ist das Internet ein Lesemedium. Selbst die Begeisterung für das Gesehene und Gehörte schlägt sich augenblicks in – gelesenen und geschriebenen – Diskussionen nieder. (DIE ZEIT, 22.07.2010 Nr. 30)</p></blockquote>
<p>Das Lesen im Internet verstärkt die aktive Beschäftigung mit den Inhalten, wenn die Nutzer die Gelegenheit bekommen zu kommentieren, zu diskutieren und einfach auch nur für sich selbst du notieren. Gerade sorgt ein Programm auf dem iPad für Furore: Das <a href="http://www.flipboard.com/">Flipboard</a>.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/v2vpvEDS00o" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/v2vpvEDS00o"></embed></object></p>
<p>Es ist ein RSS-Reader getarnt als E-Book und er listet nicht die im gemeinen RSS-Reader abonnierten Feeds, sondern nur die Empfehlungen meiner Freunde auf Twitter und Facebook. Ähnlich den Empfehlungen des Google Readers wird alles zu eine Informationspaket im Zeitungsstil aufbereitet. <a href="http://www.neunetz.com/2010/07/26/verleger-schreck-flipboard-auch-auf-tablets-gelten-marktdynamiken-des-webs/">Neunetz</a> schreibt, dass das iPad gerade diese &#8220;besondere Art von Apps begünstigt&#8221;. Das erhöht auch die Motivation zum Lesen, nicht die Eltern oder die Lehrer machen hier die Leseempfehlungen, sondern die Freunde und Kollegen. Ja, Lesen ist im Wandel und wird zunehmend zu einem aktiven Umgang mit den Inhalten, in dem Notizen die Empfehlungen begleiten.</p>
<p>Ich finde es nach wie vor schwierig, die gelesenen Artikel auf denen ein neuer Blogartikel beruht zusammenzuhalten, und entsprechende Zitate etc. wiederzufinden. Wer dazu einen guten Tip hat kann ihn gerne in die Kommentare hämmern.</p>
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		<title>Warum der Schutz der Privatsphäre zum nächsten Digital Divide führt</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 18:54:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gibro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kompetenz (für Medien)]]></category>
		<category><![CDATA[Politik (mit Medien)]]></category>

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<div id="attachment_2056" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.dotcomblog.de/wp-content/uploads/2010/07/2034990391_3bab2342e8_m.jpg"><img class="size-full wp-image-2056" title="zero privacy" src="http://www.dotcomblog.de/wp-content/uploads/2010/07/2034990391_3bab2342e8_m.jpg" alt="zero privacy" width="240" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">CC by 2.0 by Wagner Machado Carlos Lemes (flickr)</p></div>
<p>Privatsphäre meint den uns umgebenden Raum, in dem wird gerne für uns sind und den niemand was angeht. Wer hat es schon gerne, auf der Toilette überrascht zu werden? Deshalb gehe ich nur auf abschließbare Toiletten. Es gibt halt Momente, in denen ist man lieber allein. Es mag Menschen geben, die ihre Privatsphäre vollkommen aufgegeben haben, denen der Moment für sich alleine nicht wichtig erscheint. Aber das häufig von Ignoranten strapazierte Argument &#8220;Was solls, ich habe doch nichts zu verbergen&#8221; erscheint in diesem Licht eher als die Anwendung des Gegenteils: &#8220;Kommt und schaut euch um, wann immer ihr mögt&#8221; und jeder der keine Privatsphäre für sich beansprucht, hat was zu verbergen. <a href="http://antjeschrupp.com/2010/07/20/der-datenschutz-und-ich/">Privatsphäre ist aber Teil unseres Menschseins und hat so gewendet nicht viel mit Datenschutz zu tun.</a> Wohl aber mit der digitalen Welt. Dort haben wir auch ein Recht auf Privatsphäre. <a href="http://brainwash.webguerillas.de/social-media/datenschutz-selbstbestimmt-durchs-leben/">Man mag mir entgegenhalten, dass das Private nicht ins Netz gehört</a>, das gilt aber nur für Menschen, die die digitale von der physikalischen Welt abtrennen können. Die Grenzen sind aber für viele Menschen fließend geworden ohne dass sie sich für internetabhängig halten. Das ist nur deshalb so schwer nachvollziehbar, weil es kein dem Internet vergleichbares Medium gibt. Das ist auch der Grund, weswegen die entsprechenden Vergleiche immer hinken.<span id="more-2054"></span></p>
<p>Vieles muss neu ausgelotet werden. Mein Eindruck nach einer Aktion auf der<a href="http://www.ruhr2010.still-leben-ruhrschnellweg.de/"> A40</a>, bei der wir <a href="http://www.forum-politische-bildung.de/forum/news/von-wegen-stillleben-auf-der-a40">vorbeikommende Menschen nach ihrer Adresse fragten um diese auf einer Karte zu verorten, so ein wenig Facebook offline</a> (wie gesagt Vergleiche hinken). Die meisten wollten uns ihre Adresse nicht geben. Dabei haben wir keine Datenbank angelegt, sondern nur einen Zettel ausfüllen lassen. Viele rechneten mit unerwünschter Werbung. An dieser Stelle sei gesagt, die Datenskandale der letzten Jahre haben die Menschen offensichtlich so weit verunsichert, dass sie eher handlungsunfähig geworden sind und die Folgen für die eigene Privatsphäre nur schwer abschätzen können.</p>
<p>Das führt in gewisser Weise zu einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_divide">Digital Divide</a>. Die Entscheidung mitmachen oder nicht wird häufig zugunsten der pessimistischen, vorsichtigen Argumente entschieden. Es fehlt eine Kompetenz, die Sicherheit der eigenen Privatsphäre einschätzen zu können. Deshalb wird trotz schwindelerregender Nutzerzahlen bei Facebook und Co häufig vergessen, das es einen deutlich größeren Anteil von Usern gibt, für die Google die Browserleiste zum Eingeben von URL&#8217;s ist und für die das Internet eine Spielerei bleiben wird und niemals der Ernst des Lebens. Es geht bei diesem Digital Divide weniger um Zugang zum Netz oder nicht und schon gar nicht um breitbandig oder nicht es geht um das fehlende Wissen um zu entscheiden welche Konsequenzen die Teilhabe an einem bestimmten Netzwerk hat, für mich und die mir nahestehenden Menschen. <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/das-facebook-privatsphaeren-einmaleins/">Netzpolitik dabei mich dabei auf ein Video aufmerksam gemacht</a>, dass gut in diesem Kontext passt:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/SmRdsVvOYsg" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/SmRdsVvOYsg"></embed></object></p>
<p>Die Bevölkerung (und damit meine ich auch die Netzbewohner) ist verunsichert. Wird Twitter vielleicht irgendwann meine Direct Messages veröffentlichen? Ich pflege Mut zum Risiko. Alles andere macht nahezu handlungsunfähig. Das Handelsblatt hatte in der letzten Woche einen Artikel zu <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/die-suche-nach-sicherheit-wer-mit-der-angst-der-menschen-profit-macht;2620538;0">&#8220;Die Suche nach Sicherheit &#8211; Wer mit der Angst der Menschen Profit macht&#8221;</a>. Ich würde mir mehr Transparenz wünschen und Videos wie das obige, aber auch solche wie dieses hier, die wieder handlungsfähig machen:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/4Qdl1ILBOqM" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/4Qdl1ILBOqM"></embed></object></p>
<p>Als Fazit möchte ich auf die &#8220;<a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/364/55/lang,de/">Freiheit statt Angst&#8221; Demo</a> in diesem Jahr hinweisen. Los gehts am 11.09.2010 um 13:00 Uhr am Potsdammer Platz.</p>
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		<title>In eigener Sache: Katholische Doppelmoral</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 11:51:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gibro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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<p>Der Kindergarten unserer Kinder ist eine Einrichtung des <a href="http://www.kita-zweckverband.de/">Zweckverbandes</a>, dieser wiederum ist eine 100%ige Tochter des <a href="http://www.bistum-essen.de/">Bistums Essen</a>. Im Zuge von Einsparmassnahmen wurde der Verband vor einigen Jahren geründet. Dadurch waren die katholischen Kindergärten organisatorisch nicht mehr den Gemeinden unterstellt. Das alleine war und ist für viele Einrichtungen ein Problem, vor allem bei gemeinsam durch Gemeinde und Kindergarten genutzten Räumlichkeiten.</p>
<p>Aus Sicht eines Gewerkschafters ist der vorliegende Fall der Nicht-Weiterbeschäftigung ebenfalls verstörend.<span id="more-2050"></span> Die Kollegin des Kindergartens erhielt häufig erst 3 Wochen vor Vertragsende eines jeden Jahres die Nachricht des Zweckverbandes. In diesem Jahr ist diese weitaus früher eingetroffen. Schon vorher wurde eine Weiterbeschäftigung in Frage gestellt, weil sie einen Mann geheiratet hat, der zumindest standesamtlich schon einmal verheiratet war, seid einigen Monaten geschieden und jetzt erneut geheiratet hat. Die Kollegin hat also den falschen Mann geheiratet und hat mit ihrem Job dafür bezahlt.</p>
<p>Aus meiner Sicht geht der Einbezug des Privatlebens in die Einstellungsbedingungen der katholischen Kirche viel zu weit. Nicht nur der Lebenswandel der Angestellten, sondern auch der ihrer Familie wird mit in die Einstellungsvoraussetzungen miteinbezogen. Grundsätzlich wäre die logische Konsequenz für Angestellte der katholischen Kirche, ihre Lebenspartner und den ihnen anhaftenden Lebenswandel gut zu prüfen oder sie sind ihre eigene Anstellung los. Wer für einen Tendenzbetrieb wie die katholische Kirche arbeitet, weiß worauf er/sie sich einläßt, hier wird jedoch mit zweierlei Maß gemessen, was die Anstellungsbedingungen von Geistlichen auf der einen Seite und denen des sonstigen Personals von Einrichtungen in katholischer Trägerschaft auf der anderen Seite angeht. In der Bibel gibt es dazu eine bestechende Stelle &#8220;Wer von euch ohne Sünde ist werfe den ersten Stein.&#8221; (Johannes 8, 3-7). Sie steht im Zusammenhang mit einer Ehebrecherin, die gesteinigt werden soll. Davon sind wir in dem hier vorliegenden Fall weit entfernt. Denn hier soll sie für das Verhalten ihres Ehemannes gesteinigt werden.</p>
<p>Und wo wir gerade schon dabei sind: Kinder brauchen eine verlässliche Umgebung. Ständig wechselndes Personal in Kindergärten ausgestattet mit einjährigen Zeitverträgen lassen vermuten, dass hier nicht das Beste für die Kinder, sondern vor allem wirtschaftliches Kalkül im Vordergrund steht.</p>
<p>Juristisch ist der Fall wohl klar. Die Kollegin kann sich einen neuen Arbeitgeber suchen. Moralisch wird die Kirche hier erneut nicht ihrem Auftrag gerecht.</p>
<p>Ich kann nur hoffen, dass das Verhalten des Zweckverbandes nicht folgenlos bleibt und viele Medien diesen Fall aufgreifen!</p>
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		<title>Konnektivismus &#8211; Lerntheorie für das digitale Zeitalter</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 08:00:02 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Lernen (mit Medien)]]></category>
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<div id="attachment_2043" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.dotcomblog.de/wp-content/uploads/2010/06/Konnektivismus2.jpg"><img class="size-medium wp-image-2043 " title="Konnektivismus" src="http://www.dotcomblog.de/wp-content/uploads/2010/06/Konnektivismus2-300x175.jpg" alt="Konnektivismus" width="300" height="175" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: Siemens, G, Knowing knowledge, 2006, S. 32</p></div>
<p>Der Erkenntnisgewinn ist ausschließlich auf das Individuum bezogen. Schule berechnet die Leistung ihrer Schüler/-innen ausschließlich auf das Individuum. In der Universität werden Gruppenergebnisse auf den/die Einzelne heruntergebrochen. Lernen folgt hier klar dem Duktus Vereinzelung. Huch, ist es nicht das, was Pädagogen den digitalen Medien häufig vorwerfen?.<span id="more-1965"></span></p>
<p>Der Konstruktivismus geht davon aus, dass Wissensverarbeitung in einer Black-Box stattfindet. Sie wird beeinflusst von meiner Umgebung, Sozialisation, etc. Dennoch lasse ich es nicht zu, dass meine Konstrukte grundlegend erschüttert werden, wenn ich mit anderen Menschen interagiere, also mache ich die Informationen Anderer meinen Konstrukten ähnlich, damit ich sie einpassen kann. Selbst Perturbation, also die Verwirrung durch andere läßt meine Konstruktionen nur sehr selten zusammenbrechen. Wahrscheinlich ist das auch gut so. Digitale Medien können aber Lernsituationen initiieren, in denen Konstruktivismus nicht mehr funktioniert, bzw. seine Thesen zu kurz greifen. Wenn nicht mehr das Individuum, sondern die Gruppe und damit die Interaktion und Kollaboration im Vordergrund stehen müssen Lernprozesse als Gruppenprozesse verstanden werden.</p>
<p>Der Lerntheoretiker Georg Siemens hat dazu eine Lerntheorie formuliert. Er hat sie Konnektivismus genannt. Ein Auszug seiner Überlegungen findet sich in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konnektivismus">Wikipedia</a>:</p>
<blockquote><p>Anders als bestehende Lerntheorien sieht der Konnektivismus den Mensch nicht als isoliertes sondern als vernetztes Individuum. So entsteht ein Netzwerk, sowohl zu anderen Menschen, als auch zu nicht-menschlichen Quellen. Dieses Netzwerk ist maßgeblich für das Lernen, da der Mensch jederzeit darauf zugreifen kann.</p></blockquote>
<p>Siemens schafft damit die Grundlage für das Lernen im digitalen Zeitalter. Dort haben sich nicht nur die Technologien verändert, sondern auch die Beziehungen der Menschen untereinander. Eine recht interessanten Überblick zu der Lernthoerie von Siemens findet sich auch im E-learning 2.0 Blog <a href="2.3 Konnektivismus – “Eine Lerntheorie für das digitale Zeitalter”">&#8220;Lerntheoretischer Hintergrund unter 2.3 Konnektivismus – “Eine Lerntheorie für das digitale Zeitalter”</a></p>
<p>Folgende Prinzipien sind dabei die Grundlage des Konnektivismus:</p>
<ul>
<blockquote>
<li><strong>Denken</strong> und <strong>Emotionen</strong> beeinflussen sich gegenseitig und müssen daher beide im Lernprozess zur Bedeutungsproduktion berücksichtigt werden.</li>
<li>Lernen besteht nicht nur aus dem Erwerb von <strong>neuen Fähigkeiten</strong> oder dem <strong>Verstehen eines Sachverhaltes</strong>, sondern auch aus der <strong>Motivation</strong>, über die ein Lerner verfügt, um schnelle Entscheidungen zu treffen oder sich mit Prinzipien auseinanderzusetzen.</li>
<li>Lernen ist ein <strong>Prozess</strong>, bei dem verschiedene Informationsquellen und -knoten miteinander verbunden werden. Der Lernende kann sein <strong>Lernen erheblich verbessern</strong>, wenn er sich in ein <strong>bestehendes Netzwerk</strong> oder in eine<strong>bestehende Gemeinschaft</strong> zum entsprechenden Thema<strong>integriert</strong>.</li>
<li>Es ist wichtiger zu wissen, <strong>wo man Informationen finden kann</strong>, als die Information selbst immer sofort genau zu durchdringen, da sie z.B. auch von anderen Quellen oftmals schon zusammengefasst wurde und so im Rechercheprozess schneller erschlossen werden kann.</li>
<li>Der <strong>Aufbau von Konnektionen</strong> zum Erlangen von Informationen oder genauerem Verständnis führt meist zu größeren<strong>Belohnungen</strong> als das einfache Suchen. Die <strong>Pflege von Konnektionen</strong> erleichtert das Lernen.</li>
<li>Lernen und Wissen erhalten eine <strong>Meinungsvielfalt</strong>.</li>
<li>Lernen vollzieht sich über <strong>unterschiedliche Art und Weisen</strong>, wobei eine Lehrveranstaltung nicht der einzige “Lernkanal” sein muss (z.B. Blogs lesen, Konversationen führen usw.).</li>
<li>Eine <strong>Kernkompetenz für effektives Lernen</strong> stellt die Fähigkeit dar, <strong>Verbindungen</strong> zwischen verschiedenen Wissensfeldern, Ideen und Konzepten zu erkennen.</li>
<li>In einem “<strong>Kreislauf der Wissensentwicklung</strong>” ist das persönliche Wissen des Einzelnen in ein <strong>Netzwerk eingebunden</strong>, dass in Organisationen bzw. Institutionen etabliert wird. Dadurch wird ein großer <strong>Wissensfundus</strong> über die Institution im <strong>Netzwerk verteilt</strong> und kann so dem Einzelnen wiederum als <strong>Lernquelle</strong> dienen (“cycle of knowledge development”). Konnektivismus versucht dabei das <strong>Verständnis</strong>für beide Lernarten bereitzustellen.</li>
<li>Die Intention allen konnektivistischen Lernens ist <strong>Aktualität</strong>.</li>
<li>Das <strong>Treffen von Entscheidungen</strong> im Hinblick darauf, was gelernt werden sollte und wie bedeutungsvoll eine Information ist, beschreibt selbst einen Lernprozess, der von Veränderungen in der Informationsaufnahme <strong>beeinflusst</strong> werden kann.</li>
<li>Lernen ist ein “<strong>Wissensbildungsprozess</strong>” und bedeutet nicht, nur Wissen zu konsumieren.</li>
</blockquote>
</ul>
<p>(Siemens, George (2006a): About – Description of Connectivism.)<br />
<a href="http://www.connectivism.ca/about.html">http://www.connectivism.ca/about.html</a></p>
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		<title>Was Bildungsinstitutionen von der Open Source Entwicklung lernen können</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 08:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gibro</dc:creator>
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<div id="attachment_2033" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><a href="http://www.dotcomblog.de/wp-content/uploads/2010/06/4371001268_0fbd556293_o.png"><img class="size-medium wp-image-2033 " title="the open source way" src="http://www.dotcomblog.de/wp-content/uploads/2010/06/4371001268_0fbd556293_o-300x168.png" alt="the open source way" width="180" height="101" /></a><p class="wp-caption-text">CC - by-sa -by  opensourceway (flickr)</p></div>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Source">Open Source</a> ist eine Lizenz, die unter bestimmten Bedingungen gewährleistet, das der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quelltext">Quellcode</a>, also letztendlich der Ablauf des Programms offen gelegt wird. Der Grund dafür ist häufig, dass andere Programmierer den Programmcode verändern und damit ihren Bedürfnissen anpassen können. Bei guten Open Source Programmen wird aber nicht nur den Quellcode veröffentlicht, sondern auch noch eine Dokumentation, die einem Außenstehenden nachvollziehbar erklärt, wie das Programm funktioniert und aufgebaut ist. Das ist letztendlich auch die Grundlage, damit Menschen mit- und voneinander lernen können. Ich möchte in diesem Artikel nicht viel weniger versuchen, als eine Lernsetting zu beschreiben, das sich von der gemeinschaftlichen Entwicklung von Open Source Software ableitet und als Grundlage dienen soll, wie heute Wissen verarbeitet und Lernprozesse gestaltet werden müssten.<span id="more-2023"></span></p>
<h3>Motivation</h3>
<p><em>Warum opfern Menschen ihre kostbare Zeit um Software zu entwickeln und diese auch noch häufig kostenlos Anderen zur Verfügung zu stellen? </em></p>
<p>- Häufig wollen sie ein Problem lösen, das ihnen die Arbeit erleichert. Sie entwickeln also eine für ihren Alltag sinnvolle Anwendung. Anschließend behalten sie das Wissen nicht für sich, sondern dokumentieren es und stellen es ins Netz. Womöglich gibt es irgendjemanden in dieser Welt, der ein ähnliches Problem hat, dass sich mit ein paar Abwandlungen des Programmcodes auch lösen läßt. Genau das sollte auch die Motivation sein, die uns Menschen zum Lernen veranlasst. Der Pädagoge spricht von Alltagsbezug und meint die Integration des Alltags in die Bildung. Nicht das Lernen an Modellen und abstrakten, theoretischen Fallbeispielen. So wird Lernen zum Nutzen Aller!</p>
<h3>Organisation</h3>
<p>Bei den größere Projekten gibt es sogenannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maintainer">Maintainer</a>. Sie werden entweder von der Gruppe gewählt, weil sie sich besondern gut mit dem Projekt auskennen oder sie sind der Initiator eines Projekts. Maintainer werden in vielen Projekten (<a href="http://www.debian.org/vote/2009/vote_001.de.html">z.B. Debian, ein Linux Derivat</a>) gewählt, weil sie sich in besonders intensiver Weise mit dem Projekt beschäftigen. Maintainer sind vergleichbar mit Lehrer/innen, Dozent/innen, etc. Sie entscheiden in Pattsituationen und treffen wichtige Entscheidungen, die das gesamte Projekt betreffen. Die Grundlage ihrer Position ist ihre Kompetenz und ihr Engagement. Im Bildungsprozess solle das ähnlich sein. Wenn jemand anders im Seminarraum kompetenter oder engagierter in ein Thema eingearbeitet ist, sollten die Rollen getauscht werden. Maintainer haben aber auch das Große Ganze vor Augen. Sie deligieren die Arbeit in Unterprojekte und fügen am Ende alles zusammen. Genauso verstehe ich die Rolle des Lehers/Dozenten. Das oll in keiner Weise die Selbstbestimmung der Projektmitglieder (Lernende) beschneiden, sondern eher als struktureller, organisatorischer Rahmen verstanden werden.</p>
<h3>Qualität</h3>
<p>Um die Qualität ihrer Software zu sichern, ist aufgrund des allzeit offenen und transparenten Prozesses ein sogenanntes peer review inplementiert. Es gehört ursächlich zu dem System dazu. Peer Review bedeutet in diesem Fall jedes Stück Code kritisch zu betrachten und bei Bedarf zu verbessern. Das setzt eine Reihe an Fertigkeiten voraus, die ausschließlich sozialer Natur sind:</p>
<ul>
<li>Die eigene Verantwortung für das Ganze zu erkennen</li>
<li>Kritik immer als ein Verbesserungsvorschlag zu formulieren</li>
<li>Sich intensiv mit den Beiträgen der Anderen auseinanderzusetzen</li>
<li>Wertschätzung der Arbeit der Anderen</li>
<li>das eigene Wissen gebrauchen um den Wissensstand der Anderen anzupassen</li>
</ul>
<p>In einem etwas vergessenen Artikel von Eric S. Raymond mit dem Titel die <a href="http://gnuwin.epfl.ch/articles/de/Kathedrale/catb_g.0.html#toc4">Kathedrale und der Basar</a> (unbedingt lesen, sehr zu empfehlen) schreibt er über die Technik der Produktion von Open Source Software. Diese wird nicht als Produkt, sondern als Dienstleistung beschrieben. Damit hat er auch die Grundlagen und eine Metapher (den Basar) für den Umgang mit Wissen im digitalen Zeitalter gelegt. <a href="http://gnuwin.epfl.ch/articles/de/Kathedrale/catb_g.4.html">Veröffentliche früh und oft und höre deinen Anwendern zu.</a> Auf die Bildung übertragen bedeutet das: Habe keine Angst vor Fehlern, vertraue auf die Stärken in der Gruppe, es zählt nicht die Schwäche des Einzelnen, sondern der wachsame Blick Aller. Auf diese Weise kultivierte Lerngruppen sind äußerst erfolgreich und lassen Platz für Individualität.</p>
<p>In einem solchen Umfeld übernehmen digitale Medien einen hilfreichen Part als Ünterstützer von Lernprozessen. Sie dienen der Dokumenation, so wie wir es aus zahlreichen <a href="http://steuergruppe.wordpress.com/2010/04/15/live-aus-berlin-kas-die-blog-schule/">Blog</a>- oder <a href="http://wikidaktik.de/pm/">Wikibeispielen</a> kennen. Sie sind Kommunikations- und Kollaborationsplattform. Grundlage dafür ist der offene Umgang mit dem eigenen Wissen, aber auch, die Einzelleistung der Gruppenleistung unterzuordnen. Nur dann, wenn die Verantwortung für das Gesamtprojekt bei allen Beteiligten gelebt wird, wird die Arbeit der Anderen geschätzt und dennoch mit Verbesserungsvorschlägen verbunden. Wenn eine solche Zusammenarbeit zu einem erfolgreichen Projektergebnis führt, sollte man die Veröffentlichung nicht scheuen, sie ist unter Umständen mit Reputation über den Klassen-/Seminarraum hinweg verbunden:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10407506&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="300" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10407506&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/10407506">Von Elefanten und Mäusen</a> from <a href="http://vimeo.com/fasanenschule">Evelyn Frank</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
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